„Du kannst mich immer anrufen“ — geht aber nie ran
Das Angebot klingt schön. In der Praxis lande ich auf der Mailbox und kriege Stunden später ein „was war los?". Immer-erreichbar ist relativ. Ich habe gelernt, die Worte nicht zu wörtlich zu nehmen. „Immer" heißt bei den meisten Menschen „wenn ich kann und gerade Lust habe". Das ist auch okay. Ich schicke jetzt vorab eine kurze Nachricht – „Hast du Zeit für ein Telefonat heute Abend?" – und es klappt. Erwartungen kalibrieren ist die wahre Freundschaftsarbeit.
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