Für ihn ist aufgeräumt, wenn man den Boden noch sieht. Für mich erst, wenn man von ihm essen könnte. Dazwischen liegt unser täglicher Kleinkrieg. Wir haben pragmatisch geeinigt: zw…
„Irgendwann" ist das neue Nie. Ich frage nicht mehr, ich warte auch nicht mehr aktiv. Vielleicht ist die Antwort ja im Warten selbst versteckt. Inzwischen habe ich mir selbst Klarh…
Zehn Zentimeter ab, neue Farbe, nichts. Aber der fehlende Sixpack im Kühlschrank wird in Sekunden registriert. Prioritäten, hm. Ich habe es einmal getestet: drei Wochen lang neue F…
Statt „tut mir leid" kommt immer eine Erklärung, warum es eigentlich verständlich war. Eine Erklärung ist keine Entschuldigung. Ich habe ihn einmal gebeten, fünf Tage lang das Wort…
Natürlich bin ich nicht mehr die Person von vor acht Jahren. Du auch nicht. Veränderung ist nicht der Untergang, sondern das Leben. Wenn du erwartest, dass ich der bleibe, der ich …
Ich dachte immer, das sei ein Witz aus den 90ern. Jetzt stehe ich selbst da und predige über das Ausdrücken von unten. Wer bin ich geworden. Wir haben es schließlich pragmatisch ge…
Ich bin kein Gedankenleser. Sag, was du meinst, dann müssen wir nicht raten und uns hinterher streiten, was eigentlich gemeint war. Wir haben dafür eine kleine Phrase eingeführt: „…
Selektive Wahrnehmung in Reinform. Der Geschirrspüler ist offenbar nur sichtbar, wenn ich danebenstehe. Ich habe gemessen: 11 Tage am Stück nicht ausgeräumt, ohne dass es ihm aufge…
Großer Aufschlag, ich mach mich innerlich bereit, und am Ende habe ich 40 Minuten zugehört und nichts von mir loswerden dürfen. Ich habe inzwischen den Trick gelernt, mich kurz zwi…
Den ganzen Tag eiskalte Nachrichten, und abends „na, wie war dein Tag?". Ich krieg ein emotionales Schleudertrauma. Ich habe ihr gesagt: ich brauche Konsistenz, nicht Verwirrung. W…
Ich recherchiere Hotels, vergleiche Flüge, bastle eine Route. Ihr Beitrag: „passt schon". Und am Ende heißt es, wir machen ja nie, was sie will. Diesmal habe ich ihr die Recherche …
Genau in dem Moment, in dem ich was klären will, ist ihm das zu viel Gefühl. Weglaufen ist auch eine Antwort, nur leider die falsche. Wir haben mittlerweile eine Regel: wer den Rau…
Es ist auch deine Wohnung, dein Dreck, deine Wäsche. Helfen impliziert, es wäre meine Aufgabe und du machst mir einen Gefallen. Tust du nicht. Ich habe ihm das Wort verboten. Statt…
Ich stehe angezogen an der Tür, sie ist „gleich" fertig. Ich kenne diese Lüge inzwischen und plane heimlich Puffer ein. Trotzdem nervt's. Ich habe es einmal vorsichtig angesprochen…