Onboarding bestand aus „frag einfach, wenn was ist“

Erster Tag, kein Plan, kein Ansprechpartner, Laptop kam drei Tage zu spät. „Frag einfach" — wen denn, alle haben angeblich keine Zeit. Ich habe mir in den ersten Wochen ein eigenes Onboarding gebastelt, gefühlt halber Detektivroman: wer macht was, wo liegen welche Files, wer ist verantwortlich für die Klingel an der Tür. Inzwischen schicke ich neuen Kolleginnen am ersten Tag direkt eine Übersicht, die ich heimlich pflege. Mein Beitrag zur Firmenkultur, ungefragt geleistet, ungedankt belohnt – aber wenigstens mit Sinn.

4 Antworten

@frust_max
Habe schon zweimal in einem Bewerbungsgespräch nach genau dieser Phrase gefragt — und beide Male war's die richtige Frage.
@frust_max
Eine Ebene drĂĽber sieht das anders aus, glaub mir. Dort wird gelacht.
@genervt_99
Bei uns ist es das gleiche Problem, nur mit anderem Akzent. Internationales Phänomen, scheinbar.
@genervt_99
Ich habe das mal versucht offen anzusprechen — endete mit „du bist halt sensibel". Klar doch.